6. Romantischer Liederabend

 

 7. und 8. September 2013

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Gustav Mahler
Ich ging mit Lust
durch einen grünen Wald

Gustav Mahler
Urlicht

Gustav Mahler
Rheinlegendchen



Programm

Anton Urspruch
(1850-1907)
Sieben Lieder

 An den Mond
op. 23, 5 (Johann Wolfgang von Goethe)
Füllest wieder Busch und Tal still mit Nebelglanz,
lösest endlich auch einmal meine Seele ganz.

Mit Rosen hast du mich geweckt
op. 8, 5 (Robert Prutz)
Mit Rosen hast du mich geweckt, da ich versenkt in Schlummer lag,
o du,  mit Rosen überdeckt, du selbst ein blüh'nder Sommertag!

 Nach Sesenheim
op. 8, 4 (Johann Wolfgang von Goethe)
Ich komme bald, ihr gold'nen Kinder,
vergebens sperret uns der Winter in uns're warmen Stuben ein.

 Am Rhein, am heiligen Strome
op. 6, Heft 4 Nr. 1 (Heinrich Heine)
Am Rhein, am heiligen Strome, da spiegelt sich in den Well'n,
mit seinem großen Dome, das große, das heilige Köln.

 Nachtgesang
op. 23, 3 (Johann Wolfgang von Goethe)
O gib vom weichen Pfühle träumend ein halb' Gehör!
Bei meinem Saitenspiele schlafe, was willst du mehr?

 Aus meinen Tränen spriessen
op. 6, Heft 2 Nr. 1 (Heinrich Heine)
Aus meinen Tränen spriessen viel blühende Blumen hervor
und meine Seufzer werden ein Nachtigallenchor.

 Der Kuss
op. 23, 8 (Friedrich von Hagedorn)
Wie unvergleichlich ist die Schöne, die recht küßt,
in ihren Küssen steckt, was tausend Lust erweckt.

 

Alban Berg
(1885-1935)
Drei Lieder aus "Sieben frühe Lieder"

Traumgekrönt
(Rainer Maria Rilke)
Das war der Tag der weissen Chrysanthemen, mir bangte fast vor seiner Pracht ...
Dann kamst du, mir die Seele nehmen, tief in der Nacht.

 Im Zimmer
(Johannes Schlaf)
Herbstsonnenschein. Der liebe Abend blickt so still herein.
Ein Feuerlein rot knistert im Ofenloch und loht.

 Die Nachtigall
(Theodor Storm)
Das macht, es hat die Nachtigall die ganze Nacht gesungen;
da sind von ihrem süßen Schall, da sind in Hall und Widerhall die Rosen aufgesprungen.

PAUSE

Alma Schindler-Mahler
(1879-1964)
Drei Lieder

 Die stille Stadt
(Richard Dehmel)
Liegt eine Stadt im Tale, ein blasser Tag vergeht,
es wird nicht lang mehr duaern, bis weder Mond noch Sterne, nur Nacht am Himmel steht.

 Licht in der Nacht
(Otto Julius Bierbaum)
Ringsum dunkle Nacht hüllt in schwarz mich ein, zage flimmert gelb fern her ein Stern.Ist mir wie ein trost, eine Stimme still, die dein Herz aufruft, das verzagen will.

 Bei dir ist es traut
(Rainer Maria Rilke)
Bei dir ist es traut: Zage Uhren schlagen wie aus weiten Tagen.
Komm mir ein Liebes sagen - aber nur nicht laut.

 

 Gustav Mahler
(1860-1911)
Drei Lieder von Friedrich Rückert

 Ich atmet' einen linden Duft. Im Zimmer stand ein Zweig der Linde,
ein Angebinde von lieber Hand. Wie lieblich war der Lindenduft.

 Ich bin der Welt abhanden gekommen, mit der ich sonst viele Zeit verdorben;
sie hat so lange nichts von mir vernommen, sie mag wohl glauben, ich sei gestorben!

 Blicke mir nicht in die Lieder! Meine Augen schlag ich nieder, wie ertappt auf böser Tat.
Selber darf ich nicht getrauen, ihrem Wachsen zuzuschauen.

 

Sechs Lieder aus "Des Knaben Wunderhorn"
(Brentano/Arnim)

 Urlicht
O Röschen rot! Der Mensch liegt in größter Not! Der Mensch liegt in größter Pein!
Je lieber möcht' ich im Himmel sein!

 Wer hat dies Liedlein erdacht?
Dort oben am Berg in dem hohen Haus, da guckt ein fein's lieb's Madel heraus.
Es ist nicht dort da heime, es ist des Wirts sein Töchterlein!

 Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald,
ich hört' die Vöglein singen.
Sie sangen so jung, sie sangen so alt, die kleinen Waldvögelein im grünen Wald!

Rheinlegendchen
Bald gras' ich am Neckar, bald gras' ich am Rhein,
bald hab' ich ein Schätzel, bald bin ich allein!

Ablösung im Sommer
Kuckuck hat sich zu Tode gefallen, an einer grünen Weiden! Kuckuck ist tot!
Wer soll uns denn den Sommer lang die Zeit und Weil' vertreiben?

 Scheiden und Meiden
Es ritten drei Reiter zum Tore hinaus! Ade!
Fein's Liebchen, das schaute zum Fenster hinaus! Ade!